Übermorgen – Internetkultur in der Offline-Welt
Es gibt 10 verschiedene Welten, die reale Welt und die virtuelle Welt. Und wir Menschen leben in beiden von ihnen. Facebook und YouTube gehören zu unserem Alltag dazu wie der Weg zum Supermarkt und das Abendbrot. Was aber, wenn sich diese Welten vermischen?
Oder ist es bereits die Verschmelzung zweier Welten, die wir beobachten können, wenn wir im Bus eine SMS schreiben und unseren Facebook-Status aktualisieren, lieber Textnachrichten versenden, als zu telefonieren und lieber telefonieren, als unseren eigenen Wohlfühlbereich zu verlassen und persönlich zu kommunizieren…? Was geschieht mit uns, auf dem Grat zwischen worldwide web und der Realität? Unsere virtuelle Fassade wird zum Mittelpunkt unseres Lebens und der eigentliche Mensch reduziert sich auf die lebenserhaltenden Funktionen.
Wir sind online!
Wenn man uns ließe, würden wir ein Leben wie in Disneys Tron führen. Kein Hunger, kein Durst und keine Müdigkeit. Dafür grenzenloser Informationsfluss – was für ein Tausch! Betrachten wir die virtuelle Welt nun als ein komplexes Ökosystem, in dem ein jedes Lebewesen seine Nische findet, so müssen wir auch die Zugehörigkeit eines jeden sich in der virtuellen Welt bewegenden Menschen zu einer der immer stärker werdenden Szenen annehmen. Jedoch hat sich in meinem Gedankenspiel auch der Szene-Begriff gewandelt.
Während die Mehrheit heutzutage in Menschen, die sich in Szenen beheimatet fühlen, noch Abtrünnige der großen Weltgemeinschaft sieht, die sich aufgrund einer bestimmten Lebenseinstellung, einer bevorzugten Musikrichtung verbunden mit einer Art, sich zu kleiden oder einem gemeinsamen Hobby sehen, spreche ich von Abspaltungen in jeder nur erdenklichen Form. Gehört man einer an, so spielt der Toleranzgedanke keine Rolle mehr. Man bleibt unter sich: Viel zu fremd und beängstigend wirken auf einmal alle anderen.
Schon ein wenig merkwürdig sich das so vorzustellen, oder? Auf die Spitze getrieben hat die Idee das Format Übermorgen.TV. Was denkt ihr darüber?
Ego-Shooter gut fürs Gehirn?
Die Zeiten, in denen man Computerspiele per se verteufelte, sind vorbei. Niemand wird heute noch bestreiten, dass das Spielen am Computer sehr wohl auch positive Effekte hat. Nur in diesem Zusammenhang denkt man meist an komplexe Rollen- oder Strategiespiele, in denen es knifflige Rätsel zu lösen oder ausgetüftelte Taktiken anzuwenden gilt. Dass eine amerikanische Studie nun beweist, ausgerechnet die von den Medien so oft als Killerspiele schlechtgemachten Ego-Shooter hätten eine positive Wirkung auf das Gehirn, überrascht ein wenig.
Das Fazit der Studie ist deutlich: Geübte Spieler von Ego-Shootern können die verschiedenen Sinneseindrücke rascher verarbeiten und dadurch schnellere Entscheidungen treffen.
Im Versuch wurde eine Gruppe von Nicht-Spielern aufgeteilt: Die eine Gruppe spielte innerhalb der nächsten Wochen Rollen- und Strategiespiele, die andere Gruppe ausschließlich Shooter wie Counter-Strike, CoD, RtCW, Unreal Tournament. Die anschließenden Tests wurden von den Shooter-Spielern schneller absolviert, ohne deswegen mehr Fehler zu machen. Diese Verbesserung zeigte sich auch bei Spielern, die nach eigener Aussage Action-Spiele nicht leiden konnten. Eine verbesserte Wahrnehmung und die Fähigkeit, schneller Entscheidungen zu treffen, ist durchaus im Alltag nützlich. Man denke nur an so gewöhnliche Tätigkeiten wie Autofahren, bei der Sekundenbruchteile über Kollsionen entscheiden.
Aber was ist nun mit den Strategie-, Rollen- oder Lernspielen? Warum nützen die nichts? Nach Einschätzung der Wissenschaftler trainieren diese – im Gegensatz zu den Shootern – lediglich ein bestimmtes Muster. Man lernt einmal einen Lösungsweg und wendet diesen dann, nur leicht abgeändert, immer wieder an. Shooter hingegen sind unvorhersehbar und fordern jedes Mal aufs Neue heraus.
Soweit die amerikanische Studie. Meine Meinung dazu ist etwas kritischer. Die Teilnehmer des Versuches spielten nämlich 50 Stunden in der Woche – das ist alles andere als wenig. Über mehrere Wochen durchschnittlich 7 Stunden pro Tag vor dem Computer zu sitzen und einen Ego-Shooter zu spielen, stelle ich mir richtig anstrengend vor. Auch geht aus der Studie nicht hervor, wie lange die Probanden nach Beendigung des Versuches über eine schnellere Entscheidungsfähigkeit verfügen. Dieser positive Effekt ist sicherlich nicht dauerhaft. Ich stelle mir vor, nach einem Monat des Nicht-Spielens ist wieder alles beim Alten.
Gewalt in Computerspielen – eine Gegendarstellung

Nachdem Fabian letzte Woche das Thema Gewalt in Computerspielen aufgegriffen hat, möchte ich nun auch zu dem Thema und im Besonderen zur angesprochenen Reportage von FrauTV, die der Aufhänger des Ganzen war, meine Meinung kundtun.
Für mich reiht sich diese Fernsehreportage nahtlos in die bisherige schlechte Berichterstattung über Computerspiele ein. Bei einer Sendung mit dem Namen FrauTV, dem Titel “Gewalt in Computerspielen gegen Frauen” und einer etwas älteren Dame vom Typus Oma als Expertin, dürfte die Zielgruppe ziemlich klar sein: Frauen, genauer gesagt: Mütter.
Ich bin stark dafür, dass sich Mütter mehr damit auseinandersetzen, was ihre Kinder so am Computer treiben. Aber das erreicht man immer noch am ehesten, indem in der Familie das Thema Gewalt & Computer offen angesprochen wird. Zudem finde ich es gut, wenn Frauen wie Regine Pfeifer sich tiefer mit dem Thema auseinandersetzen, Vorträge halten und aufklären wollen. Nur diese Sendung hingegen ist reine Panikmache und polemische Hetze, die Halbwahrheiten verbreitet, die Realität verzerrt und dem eigentlichen Problem gekonnt aus dem Weg geht.
Halbwahrheiten werden insofern verbreiten, als die in der Sendung gezeigten Spielausschnitte, welche in der Tat nur so vor Blut strotzen, aus den amerikanischen Uncut-Versionen stammen. Diese sind in Deutschland jedoch entweder ab 18 oder indiziert; dürfen also weder an minderjährige verkauft noch öffentlich beworben werden! Wahr ist hingegen, dass von diesen Spielen meist ebenfalls eine entschärfte „ab 16“-Version existiert – dann aber ohne Blut und mit weniger Gewaltdarstellungen.
Die gezeigten Spielszenen – Frauen abstechen, erschießen, quälen, usw. – passen ideal zur reißerischen Berichterstattung, sind aber völlig aus dem jeweiligen Spielkontext gerissen und vermitteln dadurch ein falsches Bild, was Fabian schon in seinem Artikel herausgearbeitet hat. Das Thema “Gewalt in Computerspielen” ist anscheinend schon zu alt, um damit noch für Aufregung zu sorgen, also legten die Redakteure noch einmal nach und machten kurzerhand “Gewalt gegen Frauen in Computerspielen” daraus, um wieder ein paar Zuseher vor den Fernseher zu locken.
Ich will Gewalt nicht verharmlosen, schon gar nicht gegen Frauen. Fakt ist jedoch, dass Gewalt an sich ein Thema ist, das viel zu wichtig, viel zu weitreichend ist, um es nur auf Computerspiele oder gar nur auf Frauen zu beschränken. So wird man das Problem nicht lösen. Es fängt bei der lächerlichen Berichterstattung so mancher Zeitungen an, geht weiter beim Fernsehen, dessen Inhalte vermehrt auf Unterhaltung durch Gewalt ausgelegt sind, geht weiter bei Musik à la “Frauenarzt”, Kinofilme, wo Goreschocker wie “Saw” und “Hostel” gerade boomen, und endet über lange Sicht bestimmt nicht bei den Computerspielen. Gewalt in den Medien ist ein Phänomen unserer Zeit; sie ist omnipräsent, weil sie die Nachfrage danach nicht stagniert. Um hier etwas zu verändern, sollte sich jeder selbst einmal im Stillen fragen, warum er so etwas konsumiert und ob es wirklich nötig ist, sich täglich von allen Seiten mit Gewalt berieseln zu lassen.
Auch der Jugendschutz ist, wie er hier in der Reportage aufgegriffen wird, wie immer so ein leidiges Thema. Zwar existierten Gesetze, um Heranwachsende zu schützen, diese seien aber angeblich so einfach zu umgehen, dass sie wirkungslos wären. Das wird nicht nur im Bezug auf Gewaltspiele oft so behauptet, sondern lässt sich allgemein auf fast jede Altersbeschränkung übertragen: sei es nun Alkohol, Tabak, Pornografie oder was auch immer. Wer sonst, wenn nicht die Eltern, sind hier in ihrer Aufsichtspflicht gefragt? Der Überwachungsstaat?
Wir sind eine Generation, die sich glücklich schätzen kann, Krieg und Terrorismus nie persönlich miterlebt zu haben. Auch wenn uns die Medien durch einseitige Berichterstattung über Amokläufer, missratene Familien in Talkshows, usw. vom Gegenteil überzeugen wollen – die Wahrheit ist doch, dass wir im Moment in einer Gesellschaft leben, die so gewaltlos ist, wie schon lange nicht mehr.
Im Anbetracht dessen kann ich es ruhigen Gewissens verkraften, dass die Gewalt in den Medien so zugenommen hat – solange sie sich auch wirklich nur auf die Medien beschränkt. Mehr…
JMStV oder Wer für Öffnungszeiten im Internet ist, frisst auch kleine Katzen

Das Thema Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (kurz JMStV) ist momentan in aller Munde. Deshalb möchte ich auch meinen Teil zu dem Gesetz in die Blogosphäre stellen. Wer sich bislang zu diesem Thema nicht wirklich Aufgeklärt fühlt bekommt jetzt eine kurze Zusammenfassung:
Ab dem 01.01.2011 tritt ein neues Gesetz in Kraft, welches dazu dienen soll, Rundfunkmedien nach Eignung für Kinder und Jugendliche einzustufen. Dazu gehört unweigerlich auch das Internet. Man hat sich dafür drei Möglichkeiten ausgedacht, welche man auch am 1. April hätte Publizieren können.
So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, die eigene Website nur zu bestimmten Zeiten zugänglich zu machen. „Diese Website Öffnet um 22 Uhr“.
Oder man sorgt für eine technische Lösung. Am besten noch mit Hochladen des Personalausweises und Webcam Authentifizierung…
Die dritte Möglichkeit, ist die einzig realistsche: Eine Grafik, welche darauf hinweist, für welches Alter die jeweilige Seite geeignet ist. Sollte man sich für keine dieser Maßnahmen entscheiden, so muss man mit einem Bußgeld rechnen. Dies trifft auch für Leute zu, die ihre Seite falsch eingestuft haben. Aber zum Glück gibt es auch Organisationen, wie die Freiwillige Selbstkontrolle Medien (FSM), die dies für einen Jahresbeitrag von 4000€ übernimmt
Ab Mitte nächsten Jahres soll es dann auch eine Softwarelösung in Form einer Kindersicherung geben, welche die Alterseinstufung auslesen soll. Die Kennzeichnungspflicht gilt übrigens nicht für Seiten wie Spiegel-Online oder der Bild, da sie Informationen fürs „Allgemeine Interesse“ bereitstellen. Also gibt es weiterhin das Bild-Girl des Monats und Bildmaterial aus Krisengebieten, während ein satirischer Text, erst ab 18 Zugänglich ist, da er von Kindern fehlinterpretiert werden könnte.
Wir machen mit dem Gesetz mehr kaputt, als dass wir etwas dazugewinnen. Gewaltverherrlichende Filme und Spiele, Alkohol, Drogen und Pornos sind ein weit größeres Laster unserer Gesellschaft und fügen bei minderjährigen und Erwachsen weit Größeren Schaden zu. Dabei gibt es Regeln und Gesetze die das ganze einschränken, was aber viele nicht davor bewahrt, mit 14 regelmäßig am Samstag mit einem Kater aufzuwachen. Minderjährige „Surfer“ werden Möglichkeiten finden auf ungeeignete Seiten zu kommen und die großen Fische werden ihr Angebot über ausländische Server verfügbar machen. Wirklich verhängnisvoll wird es nur für die kleinen Leute, weder Zeit noch Geld haben, um sich mit dem JMStV rumzuplagen.
Wer sich nun noch weitergehend mit dem Thema auseinandersetzen will sollte sich ein paar dieser Links zu Gemüte führen:
- Lesepflicht für alle: 17 Fragen zum neuen JMStV (Thomas Schwenke , Kanzlei Schwenke & Dramburg)
- Förderung von Erotikanbietern statt Schutz der Jugend (Thomas Schwenke , Kanzlei Schwenke & Dramburg)
- Jugendmedienstaatsvertrag und Altersfreigabe im Internet (Prof. Dr. Thomas Hoeren, Uni Münster )
Wenn ich mit meinem Artikel nun ein wenig Tatendrang herbeigeführt habe, dann könnt ihr gern meinen Artikel verlinken oder ihn bei Facebook/Twitter teilen um mehr Leute darauf aufmerksam zu machen. Außerdem läuft momentan eine Petition gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag auf JMStV-Ablehnen.de
Eine Rollenspiel-Doku mit Herz
Mir ist soeben eine recht interessante Doku über Rollenspiele im ins Auge gefallen, welche sich diesmal nicht mit Gewalt und Sucht beschäftigt, sondern die Faszination zu solchen Spielen beschreiben möchte.
Der Autor des Films beschreibt sein Werk wie folgt:
Ein Dokumentarfilm über Fantasyrollenspieler.
Das Ziel meiner Dokumentation ist es, die Faszination von Rollenspielen auch Nichtspielern zu erklären.
Anders als im deutschen Fernsehen üblich, wollte ich keine von Sucht oder Amok bedrohten Freaks vorführen, sondern porträtiere “normale” Menschen, die von ihrer Leidenschaft erzählen.
Mehr Infos zum Film gibts hier:
facebook.com/pages/Nur-ein-Spiel/133488743341952?v=info
Hier das Video:
The Social Network – Eine Filmrezension
Zugegeben: ich habe mir mit der Kundgabe meiner Meinung zum Film extrem viel Zeit gelassen. Dabei war ich schon am 17. 10. Im Kino und habe bereits während der Vorstelllung und danach im Gespräch mit Schwester und Freund The Social Network gründlich auseinandergepflückt und beurteilt. Dass ich erst jetzt von mir hören lasse, schiebe ich meinem gerade begonnen Studium in die Schuhe. Ich hoffe, diese Taktik trifft auf Akzeptanz.
Soviel dazu. Viel interessanter ist jedoch, was ich aus David Finchers Werk über das Leben bzw. die Karriere des Mark Zuckerberg mitgenommen habe. Ich habe mich im Voraus selbstverständlich nicht gescheut, (die natürliche, jedem Menschen innewohnende Sensationslust spielte dabei keine geringe Rolle) ein halbes Dutzend Zeitungsartikel (u. a. Spiegel, Zeit, faz) über den Film zu lesen. Mein Fazit: „Mark Zuckerberg ist ein A***. Was für ein sozial gestörter Idiot! Ich melde mich bei Facebook ab!“
Wollte ich wirklich. Habe ich aber nicht gemacht. Denn der Film beleuchtet für mich eine Seite des Facebook-Hypes: das Handeln eines Menschen, der für eine Vision lebt und an ihr festhält, ja geradezu besessen von ihr ist. Mark Zuckerberg, ein Genie, wie schon das Filmplakat treffend verrät, ist mit seiner Idee des sozialen Netzwerkes zum Milliardär geworden. Auch das „ Verräter“ lässt sich in keiner Weise beschönigen. Vieles weist darauf hin, dass Zuckerberg die Winklevoss-Zwillinge systematisch hinters Licht führte.
Nimmt man jedoch den Film ernst und vertraut auf gründliche Recherche sowie Einfühlungsvermögen in die Charaktere, so wird schnell deutlich, dass Zuckerberg nicht der Einzige ist, der sich hier die Finger schmutzig macht. Für mich ist besonders Napster-Gründer Sean Parker (gespielt von Justin Timberlake) großer Antipathie-Träger. Während Zuckerberg vor Allem daran hängt, seinen Traum zu verwirklichen, wirkt der Business-erfahrene Parker auf den Newcomer ein und spinnt Intrigen, um selbst ohne jeglichen Eigenaufwand ein möglichst großes Stück vom Kuchen abzubekommen. Dass Freunde und Vertraute Zuckerbergs hierbei auf der Strecke bleiben, stört ihn keineswegs. Ohne Mark Zuckerberg von Schuld freisprechen zu wollen, denn trotz dieser Inschutznahme bleibt der Eindruck eines Menschen mit geringen sozialen Fähigkeiten bestehen, ist fraglich, ob er als Fädenzieher der Facebook-Intrige zu betrachten ist.
Ab und an tut er einem leid und man empfindet sogar eine gewisse Sympathie ihmgegenüber.
Was erwartet den Zuschauer insgesamt? Gleich vorweg: The Social Network ist kein Kinofilm, denn zu keinem Zeitpunkt ist er vergleichbar mit Spektakel-Szenen à la Avatar oder Inception. Er bewegt sich irgendwo zwischen Thriller und Drama; am ehesten würde ich ihn als spannende Charakterstudie bezeichnen. Man begegnet vielen unterschiedlichen Typen die, meines Erachtens nach, alle gut verkörpert werden. Eine eher kühle, kontrollierte Atmosphäre halt den Zuschauer durchgehend auf einem angespannten Level, auf dem er etwa die Party in der Zuckerberg-Villa mit Argwohn und Unbehagen betrachtet und bereits beginnt, Übles zu ahnen.
Wer sich für die Hintergründe von Facebook interessiert, sollte den Film unbedingt gucken. Fakt ist, dass man sich von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten fühlt.
Social Games – der neue Trend?
Jeder Nutzer der sozialen Netzwerke kennt sie: die kleinen, kostenlosen und meist sehr einfachen Spielchen auf Facebook, StudiVZ und Co. Sei es nun als Farmer, der sich täglich um Feld und Vieh kümmern muss, oder als Gangster, der zum viel gerühmten Mafiaboss aufsteigen will – die Auswahl ist riesig. Alleine auf Facebook werden die Social Games von 53% der Nutzer, schätzungsweise 290 Millionen Menschen, regelmäßig gespielt. Von 56 Millionen sogar täglich. Damit hat sich ein Markt mit Umsätzen aufgetan, von dem niemand auch nur im Traum gerechnet hätte. Die Rede ist von einer Milliarde Dollar alleine in diesem Jahr. Obwohl die Spiele in der Regel kostenlos sind, verdienen die Entwickler nicht schlecht an der immer präsenten Werbung und an der Möglichkeit, kostenpflichtige Zusatzangebote freizuschalten. So können sich Farmville-Spieler virtuelle Güter und andere Aufwertungen mit realem Geld erkaufen. Davon macht immerhin jeder fünfte Spieler Gebrauch.
Das Erfolgsprinzip der Social Games ist so einfach wie die Spiele selbst. Während man auf neue Nachrichten oder Kommentare von Freunden wartet, kommt zur Vorbeugung von Langeweile ein kleines Spielchen gerade recht. Auf ein kompliziertes Spielprinzip oder aufwendige Grafik wird zugunsten der Einsteigerfreundlichkeit verzichtet. Hätte ich vor fünf Jahren behauptet, Millionen von Menschen werden im Jahre 2010 auf einer virtuellen 2D-Comic-Farm Gemüse anpflanzen und Kühe streicheln – man hätte mich wahrscheinlich für verrückt gehalten.
Während die Social Games boomen, sehen sich die Hersteller von Konsolen- und Computerspielen mit sinkenden Umsätzen konfrontiert. Viele der etablierten Entwickler sehen sich nun unter Zugzwang, manche prophezeien sogar den Untergang der Konsole. Letzteres geht aber garantiert zu weit, denn Social Games und klassische Konsolenspiele sprechen zwei völlig verschiedene Zielgruppen an. Die Gruppe der unter 25-Jährigen verbringt nach wie vor den Großteil ihrer Zeit auf Facebook damit, Nachrichten zu schreiben, auf Profilen zu surfen und Kommentare zu schreiben – und definitiv nicht beim Spielen. Laut Statistik ist der typische Farmville-Spieler eine 43-jährige Hausfrau.
Auf der Suche nach dem idealen Uni-Notebook

Ich bin ein Windows-User. Und das schon, seitdem ich mit neun Jahren einen 333 MHz schnellen Rechner mit 3D-Beschleuniger und Windows 98 mein Eigen nennen durfte! Seit diesem Tag nutze ich den Rechner. Erst nur zum Spielen, später auch für Internet und Hausaufgaben. Dabei haben mich verschiedenste Desktop-Systeme begleitet.
Diesen Monat hat nun aber mein Lehramtsstudium für die Fächer Informatik und Physik angefangen. Und damit ist auch der Wunsch nach einer mobilen Arbeitsplattform aufgekommen – nur welche soll es werden? Seit über vier Monaten suche ich schon intensiv nach einer zweckmäßigen Lösung. Vom Äußeren her sticht das Apple MacBook Pro in 13“ besonders hervor, nur kann ich nicht wirklich sicher sein, ob sich diese Investition lohnt, denn spielen werde ich damit wohl sicher wenig bis gar nicht. Um in dieses Wirrwarr ein wenig Klarheit zu bringen, habe ich mir folgende Eckdaten für ein mich ansprechendes Notebook überlegt:
- sehr gute Verarbeitung des Gehäuses
- eine Akkulaufzeit, die den Uni-Alltag übersteht
- ein möglichst mattes Display in ca. 13“
- aktuelle Hardware
- kein gebrauchtes Gerät
- maximal 1200 €
- Verwendung unter einem Unix-Betriebssystem wie Ubuntu Linux oder MacOSX
Aus dieser Übersicht ergeben sich für mich erst einmal drei Modelle, welche dieses Schema erfüllen:
- Dell Latitude E5410 – ab 932 €
- Acer TravelMate TimelineX 8472TG in (14 Zoll) ab 759 €
- Apple MacBook Pro (13 Zoll)
ab 1065 €
- Apple MacBook Air (13 Zoll)
ab 1283 €
Das Dell Latitude ist ein reines Business-Gerät, welches gut zum Arbeiten genutzt werden kann. Die Verarbeitung und Geschwindigkeit stimmt sowie die Akkulaufzeit bei entsprechender Erweiterung des Akkus.
Das Acer TravelMate ist ein guter Allrounder. Es ist zwar nicht ganz so gut verarbeitet, bietet dafür aber eine Hardware, die das Gerät auch für die Freizeit oder LAN-Partys interessant machen könnte.
Und nun zum Apple MacBook Pro: Ein schönes Gerät, wirklich geschmackvoll – ein Prestigeobjekt im Vorlesungssaal. Aber es ist nicht nur das, denn die Verarbeitung lässt kaum Wünsche offen. Dazu gehört auch das Tastatur-Layout, das durch die einzeln eingelassenen Tasten ein angenehmes Tippen ermöglicht. Dies bietet zwar nicht nur das MacBook an, ist aber das Einzige, welches mich in dem Bereich überzeugen konnte. Das Touchpad ist ebenfalls nach meinem Geschmack und gefällt mir besser als alles, was ich bislang an Notebooks vorfinden konnte.
Außerdem erscheint mir das Betriebssystem MacOSX nicht nur als recht fortschrittlich und einsteigerfreundlich, sondern würde sich auf Grund der Unix-Wurzeln gut in mein Informatikstudium integrieren lassen.
Beim Gedanken an ein MacBook Pro kann man seit dem 20.10.2010 auch nicht mehr an dem neuen MacBook Air vorbei. Besonders beeindruckend sind die neuen Möglichkeiten, welche sich durch die SSD ergeben – 30 Tage Standby. Dieses Feature, gepaart mit der Leichtigkeit, macht es zu einem täglichen Begleiter, welcher sofort einsatzbereit ist. Ich nehme es aus der Tasche, klappe es auf und just in diesem Moment kann ich dort weiterarbeiten, wo ich aufgehört habe. Eigentlich eine Funktion, die ich nur von meinem iPhone her kenne, und welche auch im iPad Anwendung findet. Sagenhaft. So etwas habe ich mir schon immer von meinem Computer gewünscht. Anschalten und loslegen – sofort.
Lohnt es sich aber auch, dafür so viel Geld auszugeben? Für mich nicht. Ich würde wohl in den seltensten Fällen von der Bootgeschwindigkeit profitieren, dafür aber ein hohes Maß an Performance verlieren. Ein Deal, den ich nicht gewillt bin, zu tätigen.
Also beziehe ich mich wieder auf die 13-Zoll-Variante des MacBook Pro. Hier wird wahrscheinlich aufgefallen sein, dass ich dieses sehr positiv dargestellt habe. Dies liegt daran, dass ich mich einfach zu lange damit beschäftigt habe. Dadurch haben sich für mich aber auch ein paar Nachteile herausgestellt. Diese beziehen sich zum größten Teil auf die Hardware, welche Apple aktuell in ihren MacBook Pro verbaut. Diese ist einfach nicht mehr zeitgemäß, obwohl die Leistung durch die hardwarenahen Gestaltung des Betriebssystems immer noch anderen Systemen davon läuft. Das wäre nicht weiter Schlimm, wenn sich der Preis mit dem Alter der Hardware reduzieren würde. Aber ich sehe es nicht ein, fast ein halbes Jahr nach der letzten MacBook Pro Aktualisierung den gleichen Preis zu bezahlen. Das steht irgendwie in keinem Verhältnis. Damit werden die Leute, welche später kaufen, gleich doppelt bestraft. Zum einen bekommen sie weniger fürs Geld und zum anderen liegt der Zeitpunkt für die folgende Aktualisierung mit neuen, besseren Geräten nicht mehr weit weg.
Was ist also nun die richtige Wahl? Das Apple MacBook Pro bleibt trotz der vielen negativen Aspekte für mich weiterhin im Rennen. Die Business-Notebooks sind für die Tatsache, dass man nur sein mobiles Büro dabei hat, ein wenig teuer. Und was ich genau vom Acer TravelMate halten soll, kann ich nicht genau sagen. Viele kritisieren die Verarbeitung an diesen Geräten, aber dafür stimmt das Datenblatt einfach. Im Notfall warte ich noch eine Weile ab. Eventuell gibt es dann nächstes Jahr ein Angebot fürs MacBook, welches mir mehr zusagt.
Identitätsdiebstahl auf Facebook
Dass es kein Problem ist, sich bei Facebook mit einer falschen Identität anzumelden, ist kein Geheimnis. Wer bei Facebook registriert ist, wird sich vielleicht noch an den Anmeldeprozess erinnern können: Man gibt Vor- und Nachname, eine E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Passwort an. Das wars dann aber auch – kontrolliert werden diese Angaben von niemandem. Wie auch? Soll ich denen eine Kopie meines Personalausweises schicken? Nein, natürlich nicht. Dass aber nicht einmal die E-Mail-Adresse – wie in nahezu jedem Forum üblich – durch einen per Mail verschickten Bestätigungslink, den man anklicken muss, um die Anmeldung abzuschließen, überprüft wird, ist fahrlässig.
Wohin das führen kann, zeigt medienwirksam ein Blogger von TechCrunch: Auf der Suche nach einer lohnenswerten Identität stieß er auf Eric Schmidt – einer der ganz Großen bei Google -, der ein selbst ernannter Facebook-Verweigerer ist und dementsprechend keinen Facebook-Account besaß. Das sollte sich aber ändern; sein Geburtsdatum und seine offizielle E-Mail-Adresse waren schnell gefunden. Dazu noch ein Bild von ihm und ein paar mehr oder weniger persönliche Details auf seinem Profil und der Fake war gut genug, um einige Leute in die Falle zu locken. Facebook verwendet die E-Mail-Adresse nicht nur für die Suche sondern auch, um anderen Benutzern Kontakte vorzuschlagen, die sie möglicherweise kennen. Innerhalb kürzester Zeit hatte der unechte Eric Schmidt berühmte Freunde wie den Youtube-Gründer Chad Hurley oder Facebook-Vice-President Elliot Schrage. Und sobald einmal diese hochkarätigen Freunde vorhanden waren, zweifelte niemand mehr an der Echtheit des Profils und die ersten persönlichen Nachrichten von Arbeitskollegen gingen an den falschen Eric Schmidt. Bevor wirklich brisante Informationen an die falsche Stelle gingen und ein Schaden angerichtet wurde, deckte der TechCrunch-Blogger den Schwindel auf.
So, wessen Identität würdet ihr gerne auf Facebook übernehmen? Die E-Mail-Adresse angela.merkel@bundestag.de ist leider schon vergeben.
Diese Sicherheitslücke eignet sich nicht nur dazu, die Identität anderer anzunehmen und so an möglicherweise vertrauliche Informationen zu kommen, sondern verrät auch die Kontakte von Nichtmitgliedern. Nur mit einer E-Mail-Adresse lassen sich so bis zu 20 Personen ermitteln, mit denen der Besitzer der Adresse Kontakt hatte. Damit wäre bewiesen, dass Facebook auch konsequente Daten über Nichtmitglieder sammelt. Der Datenschutz wird mit Füßen getreten.
Lego Technic für Erwachsene
Lego Technic war über eine lange Zeit eine Leidenschaft von mir. Ich liebte es, aus Hunderten kleiner Einzelteile etwas Großes zusammenzubauen und dadurch ein Gefühl für die darin enthaltene Technik zu bekommen. Meine beiden größten Errungenschaften stellten einen pneumatisch betriebenen Bagger sowie einen roten Rennflitzer dar, wobei letzterer sogar über eine funktionierende Gangschaltung verfügte.
Nun habe ich im Internet zwei Videos gefunden, welche das Ganze noch ein wenig weiterentwickelt haben. Diesmal wurde etwas aber nicht nach Anleitung für Kinder gebaut, sondern etwas Eigenes entwickelt. Mehr…
