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Archiv für Oktober, 2010

The Social Network – Eine Filmrezension

30. Oktober 2010 Keine Kommentare

Zugegeben:  ich habe mir mit der Kundgabe meiner Meinung zum Film extrem viel Zeit gelassen. Dabei war ich schon am 17. 10. Im Kino und habe bereits während der Vorstelllung und danach im Gespräch mit Schwester und Freund The Social Network gründlich auseinandergepflückt und beurteilt. Dass ich erst jetzt von mir hören lasse, schiebe ich meinem gerade begonnen Studium in die Schuhe. Ich hoffe, diese Taktik trifft auf Akzeptanz.

Soviel dazu. Viel interessanter ist jedoch, was ich aus David Finchers Werk über das Leben bzw. die Karriere des Mark Zuckerberg mitgenommen habe. Ich habe mich im Voraus selbstverständlich nicht gescheut, (die natürliche, jedem Menschen innewohnende Sensationslust spielte dabei keine geringe Rolle) ein halbes Dutzend Zeitungsartikel (u. a. Spiegel, Zeit, faz) über den Film zu lesen. Mein Fazit: „Mark Zuckerberg ist ein A***. Was für ein sozial gestörter Idiot! Ich melde mich bei Facebook ab!“

Wollte ich wirklich. Habe ich aber nicht gemacht. Denn der Film beleuchtet für mich eine Seite des Facebook-Hypes: das Handeln eines Menschen, der für eine Vision lebt und an ihr festhält, ja geradezu besessen von ihr ist. Mark Zuckerberg, ein Genie, wie schon das Filmplakat treffend verrät, ist mit seiner Idee des sozialen Netzwerkes zum Milliardär geworden. Auch das „ Verräter“ lässt sich in keiner Weise beschönigen. Vieles weist darauf hin, dass Zuckerberg die Winklevoss-Zwillinge systematisch hinters Licht führte.

Nimmt man jedoch den Film ernst und vertraut auf gründliche Recherche sowie Einfühlungsvermögen in die Charaktere, so wird schnell deutlich, dass Zuckerberg nicht der Einzige ist, der sich hier die Finger schmutzig macht. Für mich ist besonders Napster-Gründer Sean Parker (gespielt von Justin Timberlake) großer Antipathie-Träger. Während Zuckerberg vor Allem daran hängt, seinen Traum zu verwirklichen, wirkt der Business-erfahrene Parker  auf den Newcomer ein und spinnt Intrigen, um selbst ohne jeglichen Eigenaufwand ein möglichst großes Stück vom Kuchen abzubekommen. Dass Freunde und Vertraute Zuckerbergs hierbei auf der Strecke bleiben, stört ihn keineswegs. Ohne Mark Zuckerberg von Schuld freisprechen zu wollen, denn trotz dieser Inschutznahme bleibt der Eindruck eines Menschen mit geringen sozialen Fähigkeiten bestehen,  ist fraglich, ob er als Fädenzieher der Facebook-Intrige zu betrachten ist.

Ab und an tut er einem leid und man empfindet sogar eine gewisse Sympathie ihmgegenüber.

Was erwartet den Zuschauer insgesamt? Gleich vorweg: The Social Network ist kein Kinofilm, denn zu keinem Zeitpunkt ist er vergleichbar mit Spektakel-Szenen à la Avatar oder Inception. Er bewegt sich irgendwo zwischen Thriller und Drama; am ehesten würde ich ihn als spannende Charakterstudie bezeichnen. Man begegnet vielen unterschiedlichen Typen die, meines Erachtens nach, alle gut verkörpert werden. Eine eher kühle, kontrollierte Atmosphäre halt den Zuschauer durchgehend auf einem angespannten Level, auf dem er etwa die Party in der Zuckerberg-Villa mit Argwohn und Unbehagen betrachtet und bereits beginnt, Übles zu ahnen.

Wer sich für die Hintergründe von Facebook interessiert, sollte den Film unbedingt gucken. Fakt ist, dass man sich von der ersten bis zur letzten Minute gut unterhalten fühlt.

KategorienNachgedacht

Social Games – der neue Trend?

26. Oktober 2010 1 Kommentar

Jeder Nutzer der sozialen Netzwerke kennt sie: die kleinen, kostenlosen und meist sehr einfachen Spielchen auf Facebook, StudiVZ und Co. Sei es nun als Farmer, der sich täglich um Feld und Vieh kümmern muss, oder als Gangster, der zum viel gerühmten Mafiaboss aufsteigen will – die Auswahl ist riesig. Alleine auf Facebook werden die Social Games von 53% der Nutzer, schätzungsweise 290 Millionen Menschen, regelmäßig gespielt. Von 56 Millionen sogar täglich. Damit hat sich ein Markt mit Umsätzen aufgetan, von dem niemand auch nur im Traum gerechnet hätte. Die Rede ist von einer Milliarde Dollar alleine in diesem Jahr. Obwohl die Spiele in der Regel kostenlos sind, verdienen die Entwickler nicht schlecht an der immer präsenten Werbung und an der Möglichkeit, kostenpflichtige Zusatzangebote freizuschalten. So können sich Farmville-Spieler virtuelle Güter und andere Aufwertungen mit realem Geld erkaufen. Davon macht immerhin jeder fünfte Spieler Gebrauch.

Das Erfolgsprinzip der Social Games ist so einfach wie die Spiele selbst. Während man auf neue Nachrichten oder Kommentare von Freunden wartet, kommt zur Vorbeugung von Langeweile ein kleines Spielchen gerade recht. Auf ein kompliziertes Spielprinzip oder aufwendige Grafik wird zugunsten der Einsteigerfreundlichkeit verzichtet. Hätte ich vor fünf Jahren behauptet, Millionen von Menschen werden im Jahre 2010 auf einer virtuellen 2D-Comic-Farm Gemüse anpflanzen und Kühe streicheln – man hätte mich wahrscheinlich für verrückt gehalten.

Während die Social Games boomen, sehen sich die Hersteller von Konsolen- und Computerspielen mit sinkenden Umsätzen konfrontiert.  Viele der etablierten Entwickler sehen sich nun unter Zugzwang, manche prophezeien sogar den Untergang der Konsole. Letzteres geht aber garantiert zu weit, denn Social Games und klassische Konsolenspiele sprechen zwei völlig verschiedene Zielgruppen an. Die Gruppe der unter 25-Jährigen verbringt nach wie vor den Großteil ihrer Zeit auf Facebook damit, Nachrichten zu schreiben, auf Profilen zu surfen und Kommentare zu schreiben – und definitiv nicht beim Spielen. Laut Statistik ist der typische Farmville-Spieler eine 43-jährige Hausfrau.

KategorienGames

Auf der Suche nach dem idealen Uni-Notebook

23. Oktober 2010 1 Kommentar


Ich bin ein Windows-User. Und das schon, seitdem ich mit neun Jahren einen 333 MHz schnellen Rechner mit 3D-Beschleuniger und Windows 98 mein Eigen nennen durfte! Seit diesem Tag nutze ich den Rechner. Erst nur zum Spielen, später auch für Internet und Hausaufgaben. Dabei haben mich verschiedenste Desktop-Systeme begleitet.

Diesen Monat hat nun aber mein Lehramtsstudium für die Fächer Informatik und Physik angefangen. Und damit ist auch der Wunsch nach einer mobilen Arbeitsplattform aufgekommen – nur welche soll es werden? Seit über vier Monaten suche ich schon intensiv nach einer zweckmäßigen Lösung. Vom Äußeren her sticht das Apple MacBook Pro in 13“ besonders hervor, nur kann ich nicht wirklich sicher sein, ob sich diese Investition lohnt, denn spielen werde ich damit wohl sicher wenig bis gar nicht. Um in dieses Wirrwarr ein wenig Klarheit zu bringen, habe ich mir folgende Eckdaten für ein mich ansprechendes Notebook überlegt:

  • sehr gute Verarbeitung des Gehäuses
  • eine Akkulaufzeit, die den Uni-Alltag übersteht
  • ein möglichst mattes Display in ca. 13“
  • aktuelle Hardware
  • kein gebrauchtes Gerät
  • maximal 1200 €
  • Verwendung unter einem Unix-Betriebssystem wie Ubuntu Linux oder MacOSX

Aus dieser Übersicht ergeben sich für mich erst einmal drei Modelle, welche dieses Schema erfüllen:

  1. Dell Latitude E5410 – ab 932 €
  2. Acer TravelMate TimelineX 8472TG in (14 Zoll) ab 759 €
  3. Apple MacBook Pro (13 Zoll) ab 1065 €
  4. Apple MacBook Air (13 Zoll) ab 1283 €

Das Dell Latitude ist ein reines Business-Gerät, welches gut zum Arbeiten genutzt werden kann. Die Verarbeitung und Geschwindigkeit stimmt sowie die Akkulaufzeit bei entsprechender Erweiterung des Akkus.
Das Acer TravelMate ist ein guter Allrounder. Es ist zwar nicht ganz so gut verarbeitet, bietet dafür aber eine Hardware, die das Gerät auch für die Freizeit oder LAN-Partys interessant machen könnte.
Und nun zum Apple MacBook Pro: Ein schönes Gerät, wirklich geschmackvoll – ein Prestigeobjekt im Vorlesungssaal. Aber es ist nicht nur das, denn die Verarbeitung lässt kaum Wünsche offen. Dazu gehört auch das Tastatur-Layout, das durch die einzeln eingelassenen Tasten ein angenehmes Tippen ermöglicht. Dies bietet zwar nicht nur das MacBook an, ist aber das Einzige, welches mich in dem Bereich überzeugen konnte. Das Touchpad ist ebenfalls nach meinem Geschmack und gefällt mir besser als alles, was ich bislang an Notebooks vorfinden konnte.
Außerdem erscheint mir das Betriebssystem MacOSX nicht nur als recht fortschrittlich und einsteigerfreundlich, sondern würde sich auf Grund der Unix-Wurzeln gut in mein Informatikstudium integrieren lassen.
Beim Gedanken an ein MacBook Pro kann man seit dem 20.10.2010 auch nicht mehr an dem neuen MacBook Air vorbei. Besonders beeindruckend sind die neuen Möglichkeiten, welche sich durch die SSD ergeben – 30 Tage Standby. Dieses Feature, gepaart mit der Leichtigkeit, macht es zu einem täglichen Begleiter, welcher sofort einsatzbereit ist. Ich nehme es aus der Tasche, klappe es auf und just in diesem Moment kann ich dort weiterarbeiten, wo ich aufgehört habe. Eigentlich eine Funktion, die ich nur von meinem iPhone her kenne, und welche auch im iPad Anwendung findet. Sagenhaft. So etwas habe ich mir schon immer von meinem Computer gewünscht. Anschalten und loslegen – sofort.
Lohnt es sich aber auch, dafür so viel Geld auszugeben? Für mich nicht. Ich würde wohl in den seltensten Fällen von der Bootgeschwindigkeit profitieren, dafür aber ein hohes Maß an Performance verlieren. Ein Deal, den ich nicht gewillt bin, zu tätigen.

Also beziehe ich mich wieder auf die 13-Zoll-Variante des MacBook Pro. Hier wird wahrscheinlich aufgefallen sein, dass ich dieses sehr positiv dargestellt habe. Dies liegt daran, dass ich mich einfach zu lange damit beschäftigt habe. Dadurch haben sich für mich aber auch ein paar Nachteile herausgestellt. Diese beziehen sich zum größten Teil auf die Hardware, welche Apple aktuell in ihren MacBook Pro verbaut. Diese ist einfach nicht mehr zeitgemäß, obwohl die Leistung durch die hardwarenahen Gestaltung des Betriebssystems immer noch anderen Systemen davon läuft. Das wäre nicht weiter Schlimm, wenn sich der Preis mit dem Alter der Hardware reduzieren würde. Aber ich sehe es nicht ein, fast ein halbes Jahr nach der letzten MacBook Pro Aktualisierung den gleichen Preis zu bezahlen. Das steht irgendwie in keinem Verhältnis. Damit werden die Leute, welche später kaufen, gleich doppelt bestraft. Zum einen bekommen sie weniger fürs Geld und zum anderen liegt der Zeitpunkt für die folgende Aktualisierung mit neuen, besseren Geräten nicht mehr weit weg.

Was ist also nun die richtige Wahl? Das Apple MacBook Pro bleibt trotz der vielen negativen Aspekte für mich weiterhin im Rennen. Die Business-Notebooks sind für die Tatsache, dass man nur sein mobiles Büro dabei hat, ein wenig teuer. Und was ich genau vom Acer TravelMate halten soll, kann ich nicht genau sagen. Viele kritisieren die Verarbeitung an diesen Geräten, aber dafür stimmt das Datenblatt einfach. Im Notfall warte ich noch eine Weile ab. Eventuell gibt es dann nächstes Jahr ein Angebot fürs MacBook, welches mir mehr zusagt.

KategorienAllgemein

Identitätsdiebstahl auf Facebook

17. Oktober 2010 1 Kommentar

Dass es kein Problem ist, sich bei Facebook mit einer falschen Identität anzumelden, ist kein Geheimnis. Wer bei Facebook registriert ist, wird sich vielleicht noch an den Anmeldeprozess erinnern können: Man gibt Vor- und Nachname, eine E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Passwort an. Das wars dann aber auch – kontrolliert werden diese Angaben von niemandem. Wie auch? Soll ich denen eine Kopie meines Personalausweises schicken? Nein, natürlich nicht. Dass aber nicht einmal die E-Mail-Adresse – wie in nahezu jedem Forum üblich – durch einen per Mail verschickten Bestätigungslink, den man anklicken muss, um die Anmeldung abzuschließen, überprüft wird, ist fahrlässig.

Wohin das führen kann, zeigt medienwirksam ein Blogger von TechCrunch: Auf der Suche nach einer lohnenswerten Identität stieß er auf Eric Schmidt – einer der ganz Großen bei Google -, der ein selbst ernannter Facebook-Verweigerer ist und dementsprechend keinen Facebook-Account besaß. Das sollte sich aber ändern; sein Geburtsdatum und seine offizielle E-Mail-Adresse waren schnell gefunden. Dazu noch ein Bild von ihm und ein paar mehr oder weniger persönliche Details auf seinem Profil und der Fake war gut genug, um einige Leute in die Falle zu locken. Facebook verwendet die E-Mail-Adresse nicht nur für die Suche sondern auch, um anderen Benutzern Kontakte vorzuschlagen, die sie möglicherweise kennen. Innerhalb kürzester Zeit hatte der unechte Eric Schmidt berühmte Freunde wie den Youtube-Gründer Chad Hurley oder Facebook-Vice-President Elliot Schrage. Und sobald einmal diese hochkarätigen Freunde vorhanden waren, zweifelte niemand mehr an der Echtheit des Profils und die ersten persönlichen Nachrichten von Arbeitskollegen gingen an den falschen Eric Schmidt. Bevor wirklich brisante Informationen an die falsche Stelle gingen und ein Schaden angerichtet wurde, deckte der TechCrunch-Blogger den Schwindel auf.

So, wessen Identität würdet ihr gerne auf Facebook übernehmen? Die E-Mail-Adresse angela.merkel@bundestag.de ist leider schon vergeben.

Diese Sicherheitslücke eignet sich nicht nur dazu, die Identität anderer anzunehmen und so an möglicherweise vertrauliche Informationen zu kommen, sondern verrät auch die Kontakte von Nichtmitgliedern. Nur mit einer E-Mail-Adresse lassen sich so bis zu 20 Personen ermitteln, mit denen der Besitzer der Adresse Kontakt hatte. Damit wäre bewiesen, dass Facebook auch konsequente Daten über Nichtmitglieder sammelt. Der Datenschutz wird mit Füßen getreten.

KategorienTechnik

Lego Technic für Erwachsene

10. Oktober 2010 Keine Kommentare

Lego Technic war über eine lange Zeit eine Leidenschaft von mir. Ich liebte es, aus Hunderten kleiner Einzelteile etwas Großes zusammenzubauen und dadurch ein Gefühl für die darin enthaltene Technik zu bekommen. Meine beiden größten Errungenschaften stellten einen pneumatisch betriebenen Bagger sowie einen roten Rennflitzer dar, wobei letzterer sogar über eine funktionierende Gangschaltung verfügte.
Nun habe ich im Internet zwei Videos gefunden, welche das Ganze noch ein wenig weiterentwickelt haben. Diesmal wurde etwas aber nicht nach Anleitung für Kinder gebaut, sondern etwas Eigenes entwickelt. Mehr…

KategorienTechnik

Das Internet – ein Tummelplatz für pädosexuelle Täter

8. Oktober 2010 2 Kommentare

So lautet zumindest eine der Kernaussagen der neuen RTL2-Dokumentation Tatort Internet. Die Sendung sollte eigentlich, so die Ankündigung RTL2s, über die Gefahren für Kinder im Internet aufklären. An sich eine lobenswerte Sache, die unterstützenswerter nicht sein könnte. Aber wir sprechen hier von RTL2 – jenem Sender, der mit abschreckend sensationsgeilen Pseudo-Dokumentationen wie Frauentausch oder Generation Ahnunglos das Niveau des deutschsprachigen Fernsehens auf eine Talfahrt geschickt hat.

Deswegen überrascht es mich nicht, dass mit Tatort Internet ein neuer Tiefpunkt erreicht worden ist. Ich finde es widerlich, wie im Zuge der “Recherche” Leute offensiv zu Verbrechen angestiftet werden, um sie dann medienwirksam mit versteckter Kamera verfolgen zu können. Meiner Meinung nach läuft die Sendung eindeutig auf eines hinaus: die Bevölkerung auf die geplanten Websperren, zusätzliche Maßnahmen zur Zensur und die fortschreitende Überwachung vorzubereiten. Denn nichts eignet sich besser zur Stimmungsmache gegen die Freiheit im Internet als Schlagworte wie Kinderschänder und Kinderpornografie.

Ohne die Sendung nun Wort für Wort auseinander zu nehmen – das geschah bereits auf heise und im Spiegel -, empfehle ich den folgenden Ausschnitt, um sich von dieser neuen Art der Gehirnwäsche ein Bild zu machen. Die ganz hartgesottenen können sich natürlich auch das komplette Video ansehen. Mehr…

KategorienNachgedacht

Mark Zuckerberg – Wollen 500 Mio. Menschen wirklich mit ihm befreundet sein?

6. Oktober 2010 Keine Kommentare

Seit 2006 hält und führt Facebook Menschen aus aller Welt zusammen. Die Erfolgsgeschichte des sozialen Netzwerkes ist unumstritten. Im Februar 2004 erstmals an der Harvard University als Studentennetzwerk gestartet, schoss die Anzahl seiner Mitglieder bis September 2006 auf 12 Mio. Nutzer  weltweit empor. Im Herbst 2010 sind es bereits über 500 Mio. Nutzer.

Der Mann an der Spitze des Imperiums, dessen Wert auf 20 bis 30 Milliarden Dollar geschätzt wird,  agiert jedoch seit Beginn seiner Karriere mehr oder weniger im Verborgenen. So nährt Mark Zuckerberg, 26, seinen Ruf als menschenscheuer Computerfreak. Wer in den letzten Jahren die Verhandlungen Facebooks mit Zuckerbergs ehemaligen Kommilitonen Cameron und Tyler Winkelvoss in den Nachrichten mit verfolgt hat, dem wird sich zusätzlich der Gedanke aufgedrängt haben, dass Zuckerberg 1. ein skrupelloser Ideendieb ist und somit 2. seinen Wahnsinnserfolg nicht verdient hat.

Es ist die Geschichte eines genialen Soziopathen, die ab Morgen der Film „The Social Network“ in den deutschen Kinos erzählt. Punk – Genie Verräter Milliardär. Reißerisch betitelt das Kinoplakat das neue Werk von Fight-Club-Regisseur David Fincher. Der konzentrierte sich bei seiner Recherche vor allem auf drei Quellen. Das Bild, dass sich aus Aussagen von Zuckerbergs erbitterten Feinden, den Winklevoss-Zwilligen, seinem ehemaligen guten Freund und Facebook-Mitbegründer Eduardo Saverin und E-Mails, die zwischen Zuckerberg und seinen „Vertrauten“ hin –und hergeschickt wurden, ergibt, enttarnt Zuckerberg als einen hinterlistigen Betrüger, einen „gemeinen Menschen“.   Bekannte Zuckerbergs sind teilweise sogar der Ansicht, jener käme im Spielfilm noch viel zu gut davon.

Zuckerberg selbst hat bereits verkündet, den Film nicht sehen zu wollen. Er spricht von „purer Fiktion“, versucht jedoch scheinbar, sich seines Images als Menschenhasser entledigen zu wollen: Gerade spendete der Unternehmer 100 Millionen Dollar an Schulen.

Wie viel ist dran an der Facebook-Story, die der Film erzählt? Ohne Frage ist Mark Zuckerberg mit Facebook ein immenser Coup gelungen – die Idee des sozialen Netzwerks stammt nachweislich jedoch nicht allein von ihm. The Social Network, ein Mix aus Thriller und Drama, schildert den Werdegang des Projekts und beleuchtet gleichzeitig die Abgründe, von denen der User nichts mitbekommt.

Ich werde mir den Film auf jeden Fall ansehen und dann berichten, was ich von der Sache halte. Falls er nicht die Wahrheit hinter Facebook offenbart, dürfte ich mich dennoch recht gut unterhalten fühlen. Zerrissen hat den Film zumindest noch kein selbst ernannter Filmexperte.
Einen kleinen Vorgeschmack bietet der unten eingebettete Trailer.
Der Film baut übrigens auf folgendem Buch auf: Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook – eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug

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KategorienNachgedacht

Die Zukunft der Bücher

5. Oktober 2010 1 Kommentar

Das Buch gehört zu den ältesten Medien der Welt und hat sich seit seiner Erfindung kaum verändert. Während Radios zu MP3-Playern und SW-Fernseher zu Flatscreens geworden sind, hat sich beim Buch nicht viel getan. Eine mögliche Wandlung scheint sich nun abzuzeichnen. Nun werden viele an die E-Reader denken, welche eine dem Papier ähnliche Handhabung bieten sollen. Ich möchte euch aber in eine andere Richtung lenken – in die der Firma IDEO. Sie stellt drei neuartige Konzepte in einem vierminütigen Video vor, welche eines vereinen: eine einzigartige, interaktive und sozial vernetzte Leseerfahrung.

KategorienTechnik

World of Warcraft: Cataclysm kommt im Dezember

4. Oktober 2010 Keine Kommentare

Blizzard kündigte heute an, dass die nächste Erweiterung für World of Warcraft am 7. Dezember veröffentlicht werden soll. Damit kommt es in einem sonstigen Dürremonat für Videospiele.
Cataclysm ist die dritte Erweiterung für World of Warcraft und benötigt die vorherigen Erweiterungen: Burning Crusade und Wrath of the Lich King, sowie das Basisspiel World of Warcraft.

Blizzard Chef Mike Morhaime beschreibt Cataclysm als eine “Neu-Schöpfung vom alten Azeroth, in Verbindung mit einem neuen High-Level Abenteuer für die momentanen Spieler, sowie einer überarbeitung des Level-Erlebnisses für Anfänger.”

Folgende Features erwarten den Spieler:

  • Zwei neue spielbare Völker: Begebt euch als Mitglied eines der zwei neuen Völker ins Abenteuer – als verfluchte Worgen in der Allianz oder als einfallsreiche Goblins in der Horde.
  • Maximalstufe auf 85 erhöht: Lernt neue Fähigkeiten, macht euch neue Talente zunutze und schreitet voran durch das Pfadsystem, einem neuen Weg für Spieler, ihre Charaktere an ihre individuellen Wünschen anzupassen.
  • Die Gebiete der Classic-Version sind neu gestaltet: Bekannte Gebiete auf den ursprünglichen Kontinenten Kalimdor und die östlichen Königreiche sind für immer verändert und mit neuem Inhalt gefüllt – vom verwüsteten Ödland bis hin zum zerbrochenen Brachland, welches entzweigerissen wurde.
  • Neue Bereiche für hohe Stufen: Erforscht neu geöffnete Teile der Welt, inklusive Uldum, Grim Batol und die großartige versunkene Stadt Vashj’ir unter der Meeresoberfläche.
  • Mehr Inhalte für Schlachtzüge als jemals zuvor: Genießt mehr Inhalte für hochstufige Schlachtzüge als in vorherigen Erweiterungen, mit optionalen, herausfordernderen Versionen für alle Bosskämpfe.
  • Neue Volks- und Klassenkombinationen: Erforscht Azeroth als Gnomenpriester, Blutenelfenkrieger oder als eine der anderen, nun erstmals möglichen Volks- und Klassenkombinationen.
  • Gildenentwicklung. Macht als Gilde Fortschritte, um mit der Gilde den Stufenaufstieg zu erreichen und Gildenerfolge zu schaffen.
  • Neue PvP-Zone & gewertete Schlachtfelder: Verfolgt PvP-Ziele und nehmt tägliche Quests auf der Insel Tol Barad an, der neuen Tausendwinter-ähnlichen Zone, und schlagt Schlachten auf komplett neuen Schlachtfeldern.
  • Archäologie: Meistert eine neue sekundäre Fertigkeit, um wertvolle Artefakte zu bergen und einzigartige Belohungen zu erhalten.
  • Fliegende Reittiere in Azeroth: Erforscht Kalimdor und die östlichen Königreiche wie nie zuvor. Und vieles, vieles mehr…

Im Moment ist Cataclysm noch im Beta Status, zeigt jetzt aber schon die überarbeiteten Welten und neuen Quests.
Kosten wird Cataclysm 40$ (34,99€)  in der normalen Version und 80$ in der Collector’s Edition.
Vorbestellt werden kann es ab jetzt bei Amazon!

Den Cinematic Trailer gibt es unter: Mehr…

KategorienGames

Chemielehrer als Drogendealer verdächtigt

4. Oktober 2010 1 Kommentar

Polizei und Staatsanwaltschaft haben in Bremerhaven einen Drogenring gesprengt. Die Bande soll allein in diesem Jahr Drogen im Wert von 240.000 Euro hergestellt und verkauft haben. Besonders pikant: Eines der Mitglieder ist ein Chemielehrer und soll im Unterricht erläutert haben, wie man Heroin herstellt.

Das nenn ich mal einen berufsorientierten Unterricht!
Demnächst lernen die Schüler dann im Informatik Unterricht, wie man Botnetze steuert und Server lahm legt…

Hier gehts zum Kompletten Video auf Stern.de

KategorienAllgemein