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Archiv für Oktober, 2010

Gewalt in Computerspielen

2. Oktober 2010 5 Kommentare

Ich bin soeben auf einen Bericht bei FrauTV gestoßen, welcher auf Frauen abzielende Gewalt in Videospielen anprangert. Das gezeigte Bildmaterial lässt zuerst eine unseriöse Panikmache vermuten, offenbarte sich – für mich – aber als  ein ernstzunehmendes Thema. Dieser Bericht betreibt keine auf pure Panikmache ausgerichtete Hetze, welche wir von der Berichterstattung unserer Medien gewohnt sind, die zum Nachbeben eines jeden Amoklaufs gehören. Hier wird nicht versucht, eine ganze Szene in den Schmutz zu ziehen, sondern gezielt auf zwei Probleme aufmerksam gemacht: zum einen die Gewalt gegen Frauen in Computerspielen und zum anderen gewaltverherrlichende Computerspiele und deren teilweise junge Konsumenten.

Der Aufhänger, “Gewalt gegen Frauen in Computerspielen”, ist in meinen Augen mehr schlecht als recht. Es wird eine Szene aus “Heavy Rain” gezeigt, auf die ich weiter unten noch eingehen möchte, ein “Amoklauf” in GTA nachgestellt und ein Teil aus dem mir unbekannten Spiel namens “Red Dead Redemption” kurz vorgestellt.
Bei GTA scheint Regine Pfeifer selbst festzustellen, dass man diese Szene per se nicht wirklich in die gleiche Schublade stecken kann: “Die Gewalt richtet sich nicht in erster Linie gegen Frauen, aber es gibt die Option” Und genau das ist der Punkt: GTA gibt dem Spieler die Freiheit, das zu tun, was er gerade möchte. Ich kann also gezielt auf Frauen schießen oder aber ganz rustikal herumwüten. Für den Erfolg im Spiel ist dies nicht weiter relevant und spielt sich auch abseits von der vorantreibenden Geschichte ab. Um noch einmal auf Heavy Rain zurückzukommen: Ich habe das Spiel nie gespielt, also kann ich mir diesbezüglich auch kein umfassendes Urteil erlauben und gehe nur von dem gezeigten Videoausschnitt aus. Dieser stellt eine angedachte Folterszene dar, aus welcher sich die Protagonistin versucht zu befreien, während eine vermummte Person sich mit einem Bohrer nähert. Das Ganze findet in einer Atmosphäre statt, welche dem Gore-Schocker “Hostel” sehr ähnlich kommt.

Wenn man nun aber vom reißerischen Titel absieht, der zugegebenermaßen gegen die Produktion spricht, dann findet man im zweiten Teil eine ernstzunehmende Problematik vor, welche sich auf Folgendes reduzieren lässt:
Es gibt gewaltverherrlichende Computerspiele, also werden sie gespielt. Ob von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen, kann schwer kontrolliert werden.

Und darin besteht nun auch das Problem. Eine riesige Lobby trifft auf Eltern mit Kindern. Sie sollen überblicken, was ihre Kinder wo und wie konsumieren. Das Ganze ist wohl sicherlich bis zu einem gewissen Punkt möglich, übersteigt aber mit dem schnellen Fortschritt der Technik oft die Fähigkeiten der jeweiligen Erziehungsberechtigten.
Auch verschwimmt die Schwelle zwischen virtueller Welt und Realität für Kinder, da die Grafik der Computerspiele zunehmend wirklichkeitsnaher wird.

Das Video unter Mehr…

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